Archäologisches Museum

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Das Archäologische Museum von Vaste ist im früheren Palast der Barone untergebracht, einem Baukomplex, der im 14. bis 18. Jh. errichtet wurde. Durch den Eingang an der Piazza Dante gelangt man in die Ausstellungsräume.
Als erstes ist die großformatige Darstellung eines besonders typischen Teils der Landschaft des antiken Messapien zu sehen: der Stadtmauern von Vaste.
Diese Rekonstruktion wurde auf Grundlage der Angaben von Francesco D’Andria von der Firma InkLink aus Florenz erstellt.
Dargestellt ist der Teil des Mauerrings am Osttor zu dem Zeitpunkt, als dieser infolge eines Erdbebens im 3. Jh. v.Chr. einstürzte.
Das Erdbeben wird in Schriftquellen erwähnt und lässt sich auch mit erdbebengeschichtlichen Methoden nachweisen. Gleich links davon sind zwei Vasen aus der Nekropole der antiken Stadt ausgestellt: ein rotfiguriger Krater und eine Trozzella. Der Krater ist ein Behälter, der in der Antike dazu benutzt wurde, Wein mit Wasser zu mischen.
Bei der einheimischen Bevölkerung Apuliens lässt sich die Verwendung als Hauptstück in den Grabinventaren erwachsener Männer nachweisen.
Nur diesen stand nämlich das Recht zu, dieses wertvolle Getränk zu konsumieren.
Das ausgestellte Stück ist das Werk, von dem der „Maler von Vaste“ seinen Namen erhalten hat.
Dargestellt ist ein Mann zwischen zwei Frauen, der eine von diesen verfolgt – wohl eine symbolische Darstellung der Ehe. Die Trozzella ist eine Vasenform, die für die messapische Kultur typisch ist und üblicherweise weiblichen Bestattungen beigegeben wurde.
Es handelt sich um einen Wasserbehälter, der auf die Rolle der Frau als Verantwortliche für den Haushalt und für das Gut der Familie hinweist.
Das ausgestellte Stück zeigt eine reiche Dekoration aus floralen und geometrischen Motiven.